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Internetportale bei basic-webconcept.



internetportal


Definition

Das Wort „Portal“ kommt vom lateinischen Wort „porta“ – die Tür bzw. das Tor.
In der Architektur bezeichnet ein Portal einen besonders ausgestalteten Eingang zu einem besonderen Gebäude, z. B. zu einem Schloss oder einer Kirche. Das Internetportal übernimmt für die Bedeutung eines Web-Portales die wesentlichen Merkmale dieses architektonischen Begriffs. Beim Internetportal handelt es sich demnach um einen besonders ausgestalteten Eingang bzw. Zugang zu einem
großen Netzwerk.

Für ein Internetportal existieren heute jedoch verschiedene Definitionen, wobei der sehr große Umfang und die relativ junge Geschichte der Internetportale noch keine wissenschaftlich exakte Definition für den Begriff "Internetportal" zugelassen haben.

Ein bekanntes Marktforschungsunternehmen hat folgenden Ansatz versucht:
„Das ideale Internetportal eröffnet einen gemeinsamen, personalisierten Zugang zu Daten, Expertisen und Webanwendungen“.
Hier werden die Gemeinsamkeiten und Parallelen zum Architekturbegriff wieder deutlich: Es geht um einen besonders ausgestalteten Zugang zu einem ‚virtuellen’, abstrakten Raum in Form von Daten, Expertisen und Webanwendungen.

Für die Definition zur Gestaltung eines Internetportal, gibt es verschiedene Ansätze. Die oben genannte Definition legt den Fokus auf die Begriffe „gemeinsam“ und „personalisiert“. Tatsächlich ist die „Personalisierung“ nur eine von 8 Basisfunktionen die ein Internetportal erfüllen soll bzw. kann.


Funktionen eines Portals

Nachdem geklärt ist, welche Portale welchem Zweck dienen, sollen nun die einzelnen Funktionen eines "idealen" Internetportals, vorgestellt werden. Die einzelnen Basisfunktionen sind nicht bindend und daher auch kaum alle zusammen in einem bestehenden Internetportal zu finden. Die Zusammenfassung der Basisfunktionen ist aber nützlich, um einen Vergleich zwischen einer herkömmlichen Website und einem Internetportal machen zu können.

3.1. Die Navigation beim Internetportal

Die 1. Basisfunktion ist die Erleichterung bzw. die Steuerung bei der Suche nach Inhalten auf dem Webportal. Hierfür wird in der Regel der Begriff "Navigation", oder "Hauptmenü" verwendet.

Eine intelligente und dynamische Suchfunktion, erstellt nicht nur eine Oberflächensuche, das heißt nicht nur die Suche nach dem angegebenen Stichwort im Dateinamen, sondern bezieht auch Inhalte bzw. Content bei der Suche mit ein.

Moderne Suchfunktionen ermöglichen Kombination von Suchkriterien und Autovervollständigung eingebender Wörter, sowie eine Autokorrektur an. So stellen sie sicher, dass der Nutzer eine genauere Spezifizierung des Gesuchten ermöglicht.

Die Suchfunktionen sollten externe Webdienste, wie Rechtschreibapis, oder Autovervollständigungs-Apis einbeziehen. Das erleichtert auch Aktualisierung des Internetportals.

3.2. Die Informationsverwaltung beim Internetportal

Da die Informationen für die Portal-Navigation aus verschiedenen Quellen bereitstellen soll, erfordert dies eine Integration von verschiedenen Webinhalten. Dies wird unter dem Begriff Web Content Management zusammengefasst.

Unter Web Content Management (WCM) versteht man nicht nur die Bereitstellung von Content aus verschiedenen Internetquellen, sondern die effizienteste und produktivste Bereitstellung der Inhalte mit dynamischen Funktionen. Die Grundlegenste dynamische Funktion eines Web Content Management, ist die Fähigkeit, die Website optisch dem Inhalt anzupassen. Das erleichtert den Redakteuren die Arbeit und spart sehr viel Zeit.

Modernste Schnittstellentechnik, wie z.B. Unified Content API (Application Programming Interface) unterstützen alle gängigen Werkzeuge für die Entwicklung von Web-Umgebungen und helfen so, den Redaktionsaufwand dank dynamischer Funktionen klein zu halten.

3.3. Die Personalisierung beim Internetportal

Der Informationsüberschuss, im englischen "Information Overflow" lässt sich im Internet nicht vermeiden. "Einmal im Intenret = immer im Internet" ist eine sehr treffende Aussage für den Information Overflow.
Damit Suchmaschinen eine effiziente Verwendung von Informationen anwenden, treffen Suchmaschinen eine Vorauswahl, indem Sie die Suchanfrage personalisieren. Der Benutzer des Internetportals soll nur mit den für ihn persönlich relevanten Informationen und den von ihm benötigten Anwendungen konfrontiert werden.
Eine der ersten und immer noch einer der häufigsten Personalisierungen eines Benutzers ist der GeoStandort. Mit dem Standort des Besuchers, kann man seine Suche lokalisieren.

Die Personalisierung eines Nutzers eines Internetportals hat besonders einen hohen kommerziellen Wert, weil man das Kaufverhalten des Users steuern kann.
Nutzer können aufgrund dieser erfassten Daten von bevorzugte Produkte, Informationen und Anwendungen angeboten bekommen.

Metadaten, wie Alter, Wohnort, Status usw. des Anwenders, werden als sogenannte "Cookies" gespeichert um persönliche Präferenzen abzuleiten.
Es gibt noch viel mehr solcher Metadaten.

3.4. Benachrichtigungsfunktion beim Internetportal

Das Internetportal muss in der Lage sein den Benutzer Benachrichtigen zu können. Die dazu notwendigen Parameter werden vom Benutzer des Internetportals selbst definiert. Sie kann entweder zur Einhaltung gewisser Termine oder Etappenziele dienen, oder aber auch allgemein Geschäftsparameter zur Aufrechterhaltung von Geschäftsprozessen überwachen.

Solche Benachrichtigungsfunktionen können sehr simpel sein, wie z. B. ein Timer, aber auch sehr komplex, wie z. B. ein Match bei einer Flirtwebsite, die mögliche Partner berechnet.


3.5. Das Wissensmanagement beim Internetportal

Die Wissensverwaltung beim Internetportal ist wichtig für die Verwaltung des personifizierten Suchverhaltens.

Innerhalb aber auch außerhalb eines Unternehmens werden täglich für den Internetportalnutzer relevantes Wissen erstellt. Durch die individuelle Zuführung dieses Wissens wird ein innovationsrelevanter Vorteil geschaffen. Dabei werden Methoden aus dem Bereich des Datenmanagements und Informationsmanagements verwendet.
  1. Zum einen wird eine Funktion zur Verwaltung von Benutzerprofilen benötigt.
    Diese sollten nach Kenntnissen, Fähigkeiten und aktuellen Tätigkeitsfeldern strukturiert sein.
  2. Zum andern werden Funktionen zur Lokalisierung und Strukturierung des bereits existierenden Wissens benötigt. Dazu kann ein sogenannter Content-Katalog dienen, der eine Art Lageplan darstellt und ein Beziehungsgeflecht zwischen den Informationen verkörpern soll.

Durch solche "Wissensnetzwerke" gestaltet sich die Suche nach dem eigentlich Passenden einfacher und effektiver.

3.6. Der Arbeitsablauf beim Internetportal

Beim Workflow Management wird asynchrone, nicht aufeinander abgestimmte, arbeitsteilige Gruppenarbeit koordiniert. Dies geschieht durch interne formalisierte Kommunikation eines Betriebes.

Viel schwieriger gestaltet sich hier schon die automatische Zuteilung von Aufgaben innerhalb einer Gruppe, die anhand des Status, der Auslastung und der Fähigkeiten des einzelnen Mitarbeiters geschehen soll. Umgesetzt wird die automatische Aufgabenzustellung durch vorformulierte Arbeitsprozesse, die im System hinterlegt werden. Diese Funktion beschränkt sich meist auf routinierte Arbeitsprozesse.


3.7. Die Anwendungsintegration beim Internetportal
Die 7. Funktion eines idealen Portals wird zwischen einer Integration auf der Kundenseite und einer auf der Serverseite unterschieden.

Kundenintegration beim Internetportal
Die Integration beim Internetportal auf Kundenseite beschränkt sich auf eine Darstellung verschiedener, voneinander unabhängiger Portal-Anwendungen. Da sich diese untereinander nicht beeinflussen ist die Kundenintegration beim Internetportal leicht umzusetzen.

Serveintegration beim Internetportal
Die Integration beim Internetportal auf der Serverseite kann nur auf der Basis eines Web-Anwendungsservers erfolgen, die als einheitliche Schnittstelle gesehen wird und von der eigentlichen Systemplattform, dem Anwendungsserver, getrennt ist. Dadurch kann das Internetportal bei Bedarf auch jederzeit auf leistungsfähigere Systeme übertragen werden, wenn die Mitgliederzahl und ihre Interaktionen die Leistungsfähigkeit der Hardware überschritten hat.


3.8. Die Infrastrukturdienste eines Interneportals
Es fehlt nun nur noch eine Basis, auf der alle anderen Funktionen aufbauen. Dazu gehören z.B. der oben schon erwähnte Web-Anwendungsserver und sonstige Infrastrukturdienste. Diese Dienste machen erst einen Single-Sign-On möglich, d. h. dass sich der Nutzer nur einmal für alle angebotenen Dienste identifizieren muss. Diese Basisfunktion lässt alle oben genannten Funktionen zu einer Einheit werden, von der aus alle anderen verfügbar sind.



Geschichte der Internetportale

Die 1. Generation der Internetportal
Die erste Generation der Internetportale bilden schlicht und einfach die ersten ISP’s (Internet Service Provider). In erster Linie stellten sie einen Zugang zum Internet bereit. Dazu gehörten Dienstleistungen wie FTP, TelNet und Bildschirmtext.

Diese Internetportale hatten einen aktiven Nutzen zwischen zwei oder mehreren Teilnehmern. Jemand stellte Informationen oder sonstige Inhalte bereit, andere konnten es empfangen und nutzen.

Die Oberflächen waren noch sehr einfach aufgebaut. In der Regel wurden nur die Tools zur Verfügung gestellt, um die Dienste zu nutzen.
ISP’s begnügten sich zu Beginn über Jahre hinweg damit, nur Durchgänge in Form der oben genannten Dienstleistungen anzubieten.

Die 2. Generation der Internetportale
Die zweite Generation der Internetportale ermöglichte den Zugang zum WWW.  Die bekanntesten Anbieter von Internetportalen waren AOL und CompuServe in den USA, später auch in Europa und die Deutsche Telekom bzw. ihre Tochtergesellschaft für Internetkommunikation T-Online in Deutschland.

Während ISP´s ausschließlich aktiv genutzt wurden, um einen oben beschriebenen Dienst zu nutzen, bietet das WWW von sich aus Informationen und Inhalte an, die passiv ohne weiteres zutun empfangen und genutzt werden können.

Die 3. Generation der Internetportale
Erste Suchmaschinen
Die dritte Generation der Internetportale sind die noch heute genutzten Suchmaschinen und Suchdienste. Allerdings in einer sehr einfachen "naiven" Form.
Die ersten Suchmaschinen listeten die Internetseiten nach den Suchbegriffen der Anwender auf. Dabei durchsuchten die ersten Suchmaschinen lediglich die Überschriften der Websites und die dazugehörigen Metatags, d. h. Suchbegriffe. Da die hinterlegten Suchbegriffe nicht zwingend etwas mit den tatsächlichen Inhalten der Website zu tun haben mussten, waren diese Suchmaschinen und Internetportale schnell zum scheitern verurteilt.

Moderne Suchmaschinen
Moderne Suchmaschinen wie Google, bing oder Yahoo sind täglich für Abermillionen von Surfern der erste Anlaufpunkt im Internet.
Wenn es darum geht, Informationen aus dem Internet zu bekommen sind dieses Suchmaschinen Anlaufstelle für jeden Internetnutzer. Die Dienste dieser Suchmaschinen werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Moderne Suchmaschinen finanzieren sich erfolgreich indirekt durch Werbeeinblendungen auf sogenannten Bannern.

Vorreiter der modernen Suchmaschinen war "Jerry’s guide to the web", das heutige Yahoo!, wie auch InfoSeek und Excite.
Man erkannte schnell das Werbepotential einer Suchmaschine. Um den Internetnutzer daraufhin länger und langfristiger auf diesen Suchmaschinen zu halten, erweiterten diese Suchmaschinen ihren Service mit vielen Dienstleistungen, wie z.B. Wettervorhersagen, Horoskope oder Emaildienst. Dadurch wurden Sie immer mehr zu All-In One Internetportalen.
Yahoo wurde schnell zum Marktführer und verzeichnete als Marktführer täglich über 625.000.000 Klicks. Ein Kundeninteresse, das kein Medium vorher erreichte.
Mittlerweile wurde Yahoo von Google als beliebteste Suchmaschine abgelöst. Google verzeichnet täglich sogar weit über eine Milliarde Internetnutzer.

Diese schnelle Akzeptanz der Internetnutzer steigerten die Marketingerlöse in diesem Marktsegment zu nie geahnten Summen. Suchdienste erreichten dadurch in kürzester Zeit eine größere Marktkapitalisierung als etablierte Unternehmungen.
Ihr Wachstum war vor allem Ende der neunziger Jahre immens. Vorallem im Vergleich zu traditionellen Unternehmen. T-Online erreichte einen Börsenwert von über 16 Milliarden Euro. Dies und die Idee, Internetportale zur Verlängerung der eigenen Wertschöpfungskette zu nutzen, machten Beteiligungen für andere Unternehmen interessant. Predestiniert waren vor allem Medienunternehmen und Netzbetreiber.

Um den Interessen der Internetnutzer gerecht zu werden und um die erreichten Marktanteile und den damit verbundenen Börsenwert durch die Einnahme der lukrativen Werbemilliarden nicht zu gefährden, sind Suchmaschinen bis heute gezwungen, ständig neue Inhalte auf Ihren Internetportalen anzubieten. Gleichzeitig versucht man mit dem Zusatzangebot eines Internetzugangs neue Einnahmequellen zu erschließen.


Die 4. Generation der Internetportale
Das zunehmende Userinteresse an den Internetportalen und der damit verbundene kontinuierlich zunehmende Erfolg den Medienunternehmen mit diesen Portalen hatten, letztlich auch das Interesse von großen Unternehmen verschiedenster Art und Herkunft auf dieses Präsentations-Konzept geweckt.

Vor allem treibt der kommerzielle Erfolg,die Erfolgsideen der Internetportale an.
Aufgrund der hohen Akzeptanz der Internetportale beim Internetuser, erkannten Unternehmen aus der "Old-Economy" schließlich den Nutzen für die das eigene Corporate-Identity.
So versuchten viele Unternehmen für eine durchgängige Corporate-Strategie und Markenstrateige, permanent nutzbare und aktualisierbare Plattformen im Internet aufzubauen und zu etablieren.

Diese Internetplattformen sollen es ermöglichen, alle Funktionssäulen eines Unternehmens zu verbinden und darzustellen.

Die Nutzung von Internetportalen zur Erleichterung der nachhaltigen Kundenbindung, versprach zusätzlich noch einen erweiterten Vertriebsweg und Absatzkanal.
Bei vielen Unternehmen ergab sich dadurch, wie bei Medienunternehmen und Netzbetreibern, sogar eine signifikante Verschiebung der unternehmerischen Wertschöpfungskette.

Die enormen kostensenkenden und umsatzsteigernden Seiteneffekte trugen zur Beschleunigung dieser Entwicklung bei, und es entstanden die unterschiedlichsten Portalformen wie z.B. "Business2Business-Portale", "Business2Consumer-Portale", die ein breiteres Spektrum aufweisen und deswegen zu Recht Portale der 4. Generation genannt werden können.



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